Tour für erleichterte Volksbegehren
Potsdam (ND). Vom 18. März bis 2. April tourt der Verein »Mehr Demokratie« durch Brandenburg, um für die Vereinfachung von Volksbegehren zu werben. Eine sieben Meter hohe, aufblasbare Landesverfassung wird dabei die Forderung nach einer Verfassungsänderung symbolisieren. »Bisher gab es noch kein einziges erfolgreiches Volksbegehren in Brandenburg. Die gesetzlichen Hürden sind so hoch«, kritisiert Vorstandssprecher Michael Efler.
Der Verein fordert, auf Landesebene die freie Sammlung von Unterschriften bei Volksbegehren zu erlauben. Derzeit müssen Brandenburger zum Unterschreiben aufs Amt. Zudem sollen künftig Volksbegehren mit weitreichenden finanzielle Auswirkungen zugelassen werden. »Volksbegehren mit Auswirkung auf den Haushalt zu verbieten, schränkt die Bürgerinnen und Bürger unverhältnismäßig ein«, sagt Efler. Auch das bei Volksentscheiden über Gesetzesänderungen notwendige Quorum von 25 Prozent soll fallen.
Im Koalitionsvertrag vereinbarten SPD und LINKE zwar, die Regelungen zur direkten Demokratie zu reformieren. Ein Gesetzentwurf liegt aber noch nicht vor.
Tourdaten: 18.3., Schwedt (Parkstraße/Lindenallee), 19. und 22.3., Potsdam, Brandenburger Straße/Jägerstraße, am 22.3. um 19.30 Uhr Diskussion im Landtag, 24.3., Bernau, Markt, 25.3., Königs Wusterhausen, Brunnenplatz/ Bahnhofsstraße, 26.3., Falkensee, Stadthallenvorplatz, 29.3., Frankfurt (Oder), Oderturm, 31.3., Brandenburg/Havel, Neustädtischer Markt, 1.4., Eberswalde, Markt, 2.3., Cottbus, Spremberger Straße/Am Stadtbrunnen
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.