Komische Oper mit sieben Neuproduktionen
(dpa). Mit einer Riege prominenter Regisseure und sieben Neuproduktionen geht Andreas Homoki in seine letzte Spielzeit als Intendant der Komischen Oper Berlin. Stefan Herheim, Sebastian Baumgarten, Calixto Bieito und Barrie Kosky werden unter anderen in der Saison 2011/12 für das kleinste der drei Berliner Opernhäuser arbeiten. »Wir müssen Risiken eingehen, dafür bekommen wir auch Zuwendungen vom Staat«, sagte Homoki, der im kommenden Jahr an das Opernhaus Zürich wechselt, zum neuen Spielplan.
Während der spanische Skandalregisseur Calixto Bieito sich am »Freischütz« versucht, wird der Norweger Stefan Herheim, jüngst in Salzburg mit »Salome« und den Berliner Philharmonikern gefeiert, Händels Barockoper »Xerxes« inszenieren. Sebastian Baumgarten, der in diesem Sommer Wagners »Tannhäuser« in Bayreuth produziert, bringt Bizets »Carmen« auf die Bühne.
Homoki selbst wird Janaceks »Schlaues Füchslein« inszenieren, Barrie Kosky, sein Nachfolger auf dem Intendantenstuhl, Kurt Weills »Sieben Todsünden« nach einem Text von Bertolt Brecht. Geplant sind außerdem die Uraufführung der Kinderoper »Mikropolis« von Christian Jost (Regie: Nadja Loschky) sowie Daniel Auberts »Das bronzene Pferd« in der Regie von Frank Hilbrich. Homoki betonte, alle sieben Premieren seien Neuproduktionen seines Hauses.
Nach einem Rückgang der Auslastung im vergangenen Jahr liege die Platzbelegung im Opernhaus mittlerweile wieder bei 70 Prozent. »Es war ein schwieriges Jahr«, sagte die Geschäftsführende Direktorin Susanne Moser. Vor allem die Neuproduktionen seien aber immer wieder Publikumsrenner – zuletzt die Operette »Das weiße Rössl« unter Baumgartens Regie.
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