Späte Entschädigung

Mainz zahlt 3,3 Millionen Euro für Ex-Heimkinder

  • Lesedauer: 1 Min.

Mainz (dpa/nd). Rheinland-Pfalz stellt knapp 3,3 Millionen Euro für die Entschädigung ehemaliger Heimkinder bereit. Rund 2,3 Millionen Euro gehen in einen bundesweiten Fonds, mit dem Rentenersatz- oder Sachleistungen für Betroffene finanziert werden, wie Familienministerin Irene Alt (Grüne) am Montag in Mainz sagte. Das übrige Geld fließe unter anderem in eine zentrale Anlaufstelle für misshandelte ehemalige Heimkinder. Zudem soll das Geschehene aufgearbeitet und dokumentiert werden. Das Land setzt damit die Empfehlungen des vom Bundestag eingesetzten »Runden Tisches Heimerziehung« um. Es wird geschätzt, dass in Rheinland-Pfalz zwischen den 1950er und 1970er Jahren bis zu 40 000 Menschen in Heimen lebten. Wie viele misshandelt wurden, ist nicht bekannt.

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