Jamaika-Koalition schlingert

Saar-Ministerpräsidentin sieht Regierung durch FDP-Querelen belastet

  • Lesedauer: 1 Min.

Saarbrücken (dpa/nd). Der überraschend zurückgetretene FDP-Fraktionschef im saarländischen Landtag, Christian Schmitt, wechselt in die CDU-Fraktion. »Die Arbeit der Koalition kann nun ohne Reibungsverluste weitergehen, denn an den Mehrheitsverhältnissen im Landtag und an der inhaltlichen Ausrichtung hat sich durch meinen Schritt nichts geändert«, erklärte Schmitt am Donnerstag. Mangelnde Loyalität und Verlässlichkeit im Umgang miteinander hätten ihn dazu gebracht, das Amt des FDP-Fraktionschefs niederzulegen und die FDP zu verlassen. Schmitt wird nach Auskunft eines CDU-Sprechers ab sofort als parteiloses Mitglied in der Fraktion agieren.

Schmitt sagte, er sei als Fraktionsvorsitzender unter der Bedingung eingesprungen, dass es eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und ein geschlossenes Auftreten nach außen gebe. Am Vormittag hatte ein Sprecher von Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), erklärt: »Wir bedauern die Entwicklung beim Koalitionspartner sehr. Denn eine Unruhe in der Fraktion eines Partners bedeutet zwangsläufig auch Unruhe in der Regierungsarbeit.« Der Sprecher äußerte die Hoffnung auf eine nachhaltige und stabile Lösung der Probleme bei der FDP.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

- Anzeige -
- Anzeige -