Genug Unterschriften zusammen
(dpa). Die Initiatoren des Berliner S-Bahn-Tischs haben nach eigenen Angaben genug Unterschriften für ein Volksbegehren gegen eine mögliche S-Bahn-Privatisierung gesammelt. Drei Tage vor Abschluss der Sammlung hätten schon mehr als 25 000 Berliner unterschrieben, teilten die Organisatoren gestern mit.
Die Listen müssen noch geprüft werden. Der Sprecher der Initiative, Rouzbeh Taheri, wertete das Ergebnis am Dienstag als »großen Erfolg«. Die Berliner S-Bahn steht wegen einer Pannenserie und Zugausfällen seit Langem in der Kritik.
Der Berliner S-Bahn-Tisch sammelt seit Juni Unterschriften, die den Weg zu einem Volksbegehren ebnen sollen. In der ersten Stufe müssen zunächst binnen sechs Monaten 20 000 Unterschriften zusammenkommen. Dann wird geprüft, ob das Anliegen zulässig ist. Ist dies der Fall, kommt ein Volksbegehren in Gang, für das mehr als 170 000 Unterschriften gesammelt werden müssten. Bei ausreichender Unterstützung in der Bevölkerung könnte die Kampagne schließlich in einen Volksentscheid münden.
Das Volksbegehren wird von einem Bündnis mehrerer Organisationen unterstützt, darunter die Bahngewerkschaft EVG, der Fahrgastverband Pro Bahn und die kapitalismuskritische Gruppierung Attac.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.