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CDU kritisiert Lärmschutz
Potsdam (dpa). Die CDU-Fraktion im brandenburgischen Landtag hat der Flughafengesellschaft vorgeworfen, die Lärmschutzziele für den Hauptstadtflughafen in Schönefeld »weichzuspülen«. Sie wolle, dass der im Planfeststellungsbeschluss festgelegte Grenzwert von 55 Dezibel bis zu 1079 Mal im Jahr überschritten werden darf, sagte der Verkehrsexperte der Fraktion, Rainer Genilke. Er forderte Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) auf, einen entsprechenden Antrag der Gesellschaft einzukassieren und den »eindeutigen Planfeststellungsbeschluss« durchzusetzen.
Andernfalls erhielten die schon am stärksten betroffenen Anwohner keine Entschädigung und alle weiteren würden durch die höheren Werte zusätzlich belastet, meinte Genilke. Vor kurzem hatte der Sprecher der Flughafengesellschaft, Ralf Kunkel, angekündigt, die Flughafengesellschaft werde in den nächsten Wochen einen Antrag beim Potsdamer Infrastrukturministerium einreichen, wonach sechsmal am Tag 55 Dezibel überschritten werden dürften. Dieser Wert wäre auch im Vergleich zu anderen Flughäfen »hervorragend«. Das Planfeststellungsverfahren sei in diesem Punkt nicht eindeutig, begründete Kunkel den Schritt. Allerdings werde er wohl nicht bis zur Eröffnung des Airports am 3. Juni juristisch geklärt.
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