600 Millionen Zusatzrendite?
(nd-Kröger). Der Bürgerinitiative Berliner Wassertisch liegen bisher unveröffentlichte Dokumente vor, nach denen die privaten Anteilseigner der teilprivatisierten Berliner Wasserbetriebe (BWB), RWE und Veolia, noch höhere Renditen kassieren als bekannt. Den Privaten sei eine zusätzliche »Gewinnzusicherung bis 2028 von 609,6 Millionen Euro gemacht worden«, erklärte die Sprecherin des Wassertisches, Gerlinde Schermer, gestern in einer Pressemitteilung. Der Millionenbetrag resultiere aus einer Änderung der Abschreibungsmethode auf Wiederbeschaffungszeitwerte bei den Wasserbetrieben aus dem Jahr 2004. Aus den aufgetauchten Dokumenten gehe überdies hervor, dass die Investoren bei Ausfall der Beträge einen finanziellen Ausgleich vom Land Berlin verlangen. Da die Dokumente nach dem Volksentscheid nicht offen gelegt wurden, sind sie laut Wassertisch ungültig.
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