Wo Paulus landete und Hippokrates heilte
Griechische Ägäis: Insulaner lassen sich durch deutsche Medien und Politik nicht beirren: »Wir mögen die Deutschen«
»Paulus war hier, und ich bin jetzt mit Pawel hier. Und der Stein, auf dem ich hier stehe, ist 2500 Jahre alt.« Irina Berbatowa aus Samara, dem einstigen Kuibyschew, 26 Jahre alt, das zweite Mal mit ihrem Mann Pawel im Urlaub auf einer Auslandsreise, ist hingerissen vom Geist des Ortes, der Akropolis von Lindos auf der griechischen Ägäisinsel Rhodos. Und um das alles für sich, Pawel, ihre Um- und Nachwelt festzuhalten, hat sie sich eine Fotoinszenierung ausgedacht: sie, mit einer Art Peplos bekleidet, den es in den Souvenirläden gibt, am Tempelrand auf einem Säulenstumpf stehend. Pawel kann drei, vier Mal abdrücken, dann kommt ein Angestellter der Museumsaufsicht und macht dem privaten Fotoshooting ein Ende: »Sapreschtschjonyi!«, sagt er auf Russisch und fügt noch höflich ein »Poshaluista!« hinzu.
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Russinnen und Russen sind in Griechenland seit einigen Jahren die Touristengruppe mit den höchsten Zuwachsraten. »2011 waren es erne...
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