- Kultur
- Dem Schriftsteller Kurt David zum Gedenken
Begegnung mit der Sterblichkeit
Wieder mahnt uns der Tod eines guten alten Bekannten, zu bedenken, daß das Leben nicht unendlich ist. Wer wie Kurt David 40 Jahre lang geschrieben hat, der bleibt in seinen Büchern lebendig, auch wenn es im Augenblick scheint, daß die DDR-Literatur, die aus den Regalen der Buchhandlungen und Bibliotheken verbannt wurde, für die Heutigen keinen Wert mehr hätte. Sie gewinnt ihn in dem Maße zurück, in dem sich die Menschen hier auf ihre Geschichte besinnen.
Für Kurt David, Jahrgang 1924, war sie das große Thema. Er war mit 18 Jahren Soldat geworden, kam mit 22 aus sowjetischer Gefangenschaft und mußte wegen einer Kriegsverletzung den Wunsch begraben, Pianist zu werden. Er versuchte sich in verschiedenen Berufen, hatte eine kaufmännische Ausbildung, ging zur Volkspolizei, war zwei Jahre Kreissekretär des Kulturbundes in der Oberlausitz, dann wagte er den Absprung in die freiberufliche Existenz des Schriftstellers. 1956 erschien sein Roman ...
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