Polizeieinsatz gegen Studenten

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(dpa). Die Studentenvertretung der Freien Universität (FU) Berlin will nach einem Polizeieinsatz gegen protestierende Studenten die Abwahl der Präsidiums beantragen. Peter-André Alt sei als Präsident der FU nicht länger tragbar, teilte der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) gestern mit. Die Studenten waren nach eigenen Angaben am Mittwoch von drei Hundertschaften der Polizei davon abgehalten worden, an einer öffentlichen Sitzung des Akademischen Senats teilzunehmen, der eine vom AStA kritisierte Studien- und Prüfungsordnung verabschieden wollte. Die Universitätsleitung hält den Polizeieinsatz für gerechtfertigt.

Mit der Aktion habe das Präsidium jede Legitimität verspielt, sagte AStA-Sozialreferent Philipp Bahrt. Trotz lautstarken Protests habe die präsidiumstragende Mehrheit im Akademischen Senat über einzelne Punkte der Ordnung abgestimmt. Der Henry-Ford-Bau in Dahlem sei komplett abgeriegelt, die protestierenden Studenten in einem Nebentrakt festgehalten worden. Zwei Studenten seien festgenommen worden.

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