Razzia bei Nazis
(dpa). Mit einer großen Razzia ist die Berliner Polizei gegen die Neonazi-Szene vorgegangen. Neun Wohnungen, eine Kneipe und eine Firma wurden am Dienstagmorgen durchsucht, bestätigte die Polizei einen Bericht des »Tagesspiegels«. Darunter waren auch die Wohnung eines Funktionärs der rechtsextremen NPD sowie die eines kürzlich verurteilten Neonazis. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen Angriffen auf Homosexuelle, Volksverhetzung und illegaler Plakat-Propaganda.
Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Polizisten zwei Schusswaffen, einen Schlagring, verbotene Böller, Handys und USB-Sticks. Ein Anlass für die Razzia war das Verfahren gegen Hintermänner der Internetseite des »Nationalen Widerstands Berlin«. Auf der Seite wurden Gegner der Neonazis mit Steckbriefen als »Linkskriminelle« diffamiert. Die Polizei durchsuchte auch die Pankower Wohnung eines verurteilten Neonazis.
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