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IAEA: Iran erweitert sein Atomprogramm
In einem Monat beginnt neue Verhandlungsrunde
Wien (dpa/AFP/nd). Iran weitet nach einem Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA sein umstrittenes Atomprogramm weiter aus.
Wie aus dem am Mittwoch in Wien vorgelegten Bericht hervorgeht, sind in der Haupt-Urananreicherungsanlage in Natans mehr als 1000 Zentrifugen neueren Typs einsatzbereit. Nimmt das Land sie in Betrieb, könnte Iran damit deutlich mehr Uran schneller anreichern.
Dagegen stieg der Bestand des vom Westen kritisch beobachteten auf zwanzig Prozent angereicherten Urans kaum: Zwar reicherte Teheran seit dem letzten IAEA-Bericht im Mai 48,5 Kilo mehr an und kam auf einen Gesamtbestand auf 372,5 Kilogramm. 186,7 Kilo davon wandelte das Land aber weiter um, so dass es nur noch schwer für Atomwaffen zu verwenden ist.
Die Gespräche mit Iran über dessen Atomprogramm sollen in einem Monat wieder aufgenommen werden. Wie ein Sprecher der IAEA ebenfalls am Mittwoch in Wien mitteilte, sollen die Verhandlungen am 27. September fortgesetzt werden.
Die Gespräche der sogenannten 5+1-Gruppe mit Teheran, an denen die fünf ständigen UNO-Sicherheitsratsmitglieder und Deutschland beteiligt sind, waren in großer Runde zuletzt im April im kasachischen Almaty ohne Ergebnisse geblieben.
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