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Lasst uns drüber reden
Edgar Wolfrum über Rot-Grün an der Macht - die Übergangsregierung
An einem Wahlkampf sind oft die leisen Töne die interessantesten, das nicht Gesagte, die Auslassungen. Zum Beispiel Rot-Grün: Da schicken sich zwei Parteien an, die Regierungsmehrheit zu erreichen; behaupten allen Umfragen zum Trotz, diese Konstellation und nur diese sei ihr Ziel; begründen dies damit, dass mehr Gemeinsamkeit und größere Übereinstimmung nirgendwo anders zu finden seien - und reden trotzdem so gut wie nicht darüber, dass sie in dieser »Wunschkoalition« bereits sieben Jahre zusammen regiert haben. Und das ist nicht einmal lange her.
Nun gut, hin und wieder sah sich in den vergangenen Wochen ein Sozialdemokrat dazu genötigt, der Amtsinhaberin im Kanzleramt zu bedeuten, dass die »Erfolge«, deren sich Angela Merkel rühmt, in Wahrheit jene der Schröder-Fischer-Regierung der Jahre 1998 fortfolgende gewesen seien. Ab und an reagierte man auf die von links erhobene Kritik an der rot-grünen Politik mit den Worten, diese...
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