Hunderte solidarisch mit Flüchtlingen
Proteste gegen Rechts in Friedland und Greiz
Friedland/Greiz. Mehrere Hundert Menschen haben am Samstag in Friedland (Kreis Mecklenburgische Seenplatte) gegen einen Aufzug der rechtsextremen NPD demonstriert. Mit ihrem Friedensfest und Mahnwachen an verschiedenen Stellen der Innenstadt wollten sie zeigen, dass Flüchtlinge in Mecklenburg-Vorpommern willkommen sind, erklärten Sprecher mehrerer demokratischer Parteien und Bürgerinitiativen. Zum Protest aufgerufen hatte das Bündnis »Friedland - friedliches Land«. Laut Polizei hatten »deutlich über 300 Personen« friedlich demonstriert. Die laut Polizei über 200 Rechtsextremen zogen rund drei Stunden lang durch die Innenstadt. Die Beamten verhinderten mit einem Großaufgebot mehrfach Versuche von linken Gruppen, die Rechten zu provozieren. Ernsthafte Zusammenstöße gab es nach Angaben der Beamten aber nicht. In Friedland sollen von Dezember an maximal 80 Flüchtlinge und Asylbewerber untergebracht werden.
Auch im thüringischen Greiz wurde am Samstag Solidarität mit Flüchtlingen geübt. Schätzungsweise 500 Menschen beteiligten sich an einer Kundgebung für Flüchtlinge. Aufgerufen hatte das Thüringer Netzwerk der Bürgerbündnisse gegen Rechts. Hintergrund sind rechte Proteste einer »Bürgerinitiative gegen ein Asylheim am Zaschberg«. Diese macht massiv gegen die neue Unterkunft mobil. dpa/nd
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