Dem Staat Libyen droht die Spaltung
Zwei Ministerpräsidenten beanspruchen die Macht für sich / Fragezeichen über der Wahl am 25. Juni
Der abtrünnige libysche General Chalifa Haftar hat in Bengasi einen Mordanschlag überlebt. Bei dem Attentat an einem Kontrollpunkt starben am Mittwoch drei Menschen.
Die riesige Explosion und der metertiefe Krater im Asphalt deuten auf mehrere Tonnen TNT hin, die der Selbstmordattentäter Abu al-Darnawee in seinem Lastwagen vor dem Tor der Kaserne in Ghot Sultan zündete.
»Dieser Anschlag ist die Fortsetzung der Terrorwelle, mit der aus dem Ausland finanzierte Extremisten Libyen bedrohen«, sagt ein Armeesprecher in Bengasi, als er der Presse von den Toten und mehreren verletzten Wachen vor dem Tor von Chalifa Haftars Hauptquartier berichtet. Mohammed Hidschasi bestreitet, dass der pensionierte General bei dem Selbstmordanschlag verletzt wurde.
Haftar ist Kommandeur der »Operation Karama« (Würde) und hatte in den letzten Tagen mehrere Kasernen der wichtigsten Islamistenmilizen in Bengasi bombardieren lassen. In den Stadtteilen Hawari und Topolino kam es dabei auch unter der zwischen die Fronten geratenen Zivilbevölkerung zu Opfern. Die staatliche Universität hat wie viele Läden in Benga...
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