Deutsche Bank räumt auf
Chef Cryan macht Vorgänger für Rekordverlust verantwortlich und steuert auf neuen Kurs
Die Deutsche Bank schockt die Börse mit dem höchsten Verlust der Firmengeschichte. Der neue Vorstand räumt schonungslos auf.
Deutsche-Bank-Boss John Cryan lenkt gern ab. »Ich mag Regulierer sehr«, sagte der Brite auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos. Und hatte die Lacher auf seiner Seite. Viele Banken seien bis zur Finanzkrise unterkapitalisiert gewesen. Das habe sich nun geändert. Dabei setzen Regulierungen und der technologische Wandel gerade auch der Deutschen Bank zu. Nur noch wenige internationale Geldhäuser bauen auf das nun weniger lukrativ gewordene Investmentbanking. Zudem drängen »Schattenbanken« ins angestammte Geschäft. Der neue Co-Vorstandsvorsitzende Cryan sucht nach Wegen in eine profitablere Zukunft.
Schon im Oktober hatte die Deutsche Bank mit einem Rekordverlust überrascht. Der Branchenprimus hat im dritten Quartal 6,2 Milliarden Euro Verlust eingefahren - mehr denn je seit der Finanzkrise. Cryan schrieb Milliarden Euro vor allem auf die vor der Abspaltung stehende Postbank und das Investmentbanking ab. Die Dividende f...
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