Metro will sich in zwei Teile spalten
Konzern plant Ausgliederung der Lebensmittelsparte
Düsseldorf. Der Handelskonzern Metro will sich aufspalten. Geplant sei die Schaffung von zwei unabhängigen börsennotierten Unternehmen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Düsseldorf mit. Demnach soll das Großhandels- und Lebensmittelgeschäft auf eine neue Gesellschaft übertragen werden. In der heutigen Metro AG soll die Elektroniksparte verbleiben. Noch sei aber keine endgültige Entscheidung gefallen, erklärte Metro. Mit der Aufspaltung will der Handelskonzern demnach unter anderem das Wachstum der einzelnen Sparten beschleunigen und Strukturen vereinfachen.
Die Führung der beiden Unternehmen steht bereits in den Startlöchern: Der derzeitige Metro-Vorstandsvorsitzende, Olaf Koch, soll das Großhandels- und Lebensmittelgeschäft führen, der aktuelle Chef von Media-Saturn, Pieter Haas, das Elektronikunternehmen übernehmen. Geplant ist, letzterem einen neuen Namen zu geben.
Die Umsetzung der Aufspaltung wird laut Metro bis Mitte 2017 angestrebt. Noch ist die Trennung allerdings nicht beschlossen: Laut Metro werden Vorstand und Aufsichtsrat »nach weiterer intensiver Prüfung und Beratung« darüber entscheiden. Das letzte Wort haben die Aktionäre.
Bei Metro arbeiten in 30 Ländern rund 230 000 Beschäftigte. Der Umsatz sank im Geschäftsjahr 2014/15 um 1,2 Prozent auf 59,2 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Sondereinflüssen legte auf 625 Millionen Euro zu (Vorjahr: 600 Millionen Euro). Zur Metro Group gehören neben Media Markt und Saturn auch die Großhandelsmärkte Metro Cash & Carry und die Real-SB-Warenhäuser. Unter den größten deutschen Lebensmittelhändlern kommt Metro auf Platz 5. Agenturen/nd
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