SPD-Fraktionsvize: Nicht an der Rente »herumdoktern«

Schneider zur Debatte über System der Alterssicherung / Zeit des hohen Rentenniveaus der 1960er und 1970er Jahre sei vorbei

  • Lesedauer: 1 Min.

Berlin. SPD-Fraktionsvize Carsten Schneider hat in der Debatte über drohende Altersarmut und Reformen bei der Rente gefordert, man müsse sich vom hohen Rentenniveau der 1960er und 1970er Jahre verabschieden. Seine Partei will mit dem Thema Rente im Wahlkampf punkten. Die Wiederherstellung des Rentenniveaus fordert unter anderem die Linkspartei. Durch Reformen, für die die SPD mitverantwortlich ist, sinkt das Rentenniveau aber. Daher wird derzeit kontrovers über mögliche Maßnahmen gegen Altersarmut diskutiert.

Schneider stellte sich gegen schnelle Veränderungen in der Rentenpolitik. »Ich warne davor, jetzt groß an diesem System herumzudoktern und Dinge zu versprechen, die man am Ende nicht halten kann«, sagte er im ZDF. Das System aus staatlicher Rente, Betriebsrente und privater Vorsorge nannte Schneider ausgewogen. Kernproblem seien seiner Meinung nach Geringverdiener, die eine Rente kaum über dem Niveau der Grundsicherung zu erwarten hätten. »Ich finde, wer lange gearbeitet hat, der muss mehr haben als derjenige, der nicht eingezahlt hat.« Der Vorschlag des SPD-Vize: Die private Riester-Rente müsse deshalb für Geringverdiener attraktiver gemacht werden. Forderungen etwa aus der CSU, die Riester-Rente abzuschaffen, bezeichnete Schneider als »einigermaßen irre«. Wenn die Wirtschaft wachse, sei die Rente auch in Zukunft sicher, so Schneider. nd/dpa

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.