Werftenkrise kostet weitere Jobs
Blohm+Voss entlässt ein Drittel seiner Mitarbeiter
Hamburg. Bei der Hamburger Werft Blohm+Voss sollen rund 300 von knapp 1000 Jobs wegfallen. Das teilten Geschäftsführung und Aufsichtsrat am Dienstag bei einer Betriebsversammlung mit. Durch hohe Kostenstrukturen, versäumte Investitionen und einen zu niedrigen Auftragsbestand befinde sich Blohm+Voss in einem kritischen Zustand, teilte die Bremer Lürssen-Gruppe als Eigentümer von Blohm+Voss mit. Um die Werft wettbewerbsfähig und profitabel zu machen, seien Anpassungsmaßnahmen nötig.
Bereits am Montag hatte die angeschlagene Bremerhavener Lloyd Werft angekündigt, 117 von rund 400 Arbeitsplätzen zu streichen. Das habe die Geschäftsleitung den Beschäftigten mitgeteilt, sagte Betriebsratschef Daniel Müller. Die Geschäftsführung wollte sich zunächst nicht äußern. Für die Betroffenen soll nach Angaben des Betriebsrats eine Transfergesellschaft gegründet werden. Zunächst seien Beschäftigte aufgerufen, freiwillig das Unternehmen zu verlassen. Seit Oktober gibt es bei Lloyd Kurzarbeit. dpa/nd
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