Nachbartreffs in Neukölln sind gerettet

  • Johanna Treblin
  • Lesedauer: 1 Min.

Der Jugendclub Sunshine Inn und der Nachbarschaftstreff Sonnenblick, beide in der Weißen Siedlung in Neukölln, können vorerst bleiben. Die Kündigung beider Einrichtungen in der Sonnenallee 273 zum Jahresende sei vom Tisch, teilte das Bezirksamt Neukölln am Mittwoch mit. Demnach kann der Sonnenblick bis Ende März bleiben. Anschließend soll er in die Aronstraße umziehen. Langfristig sei der Neubau eines Familien- und Nachbarschaftszentrums geplant, hieß es. Das Sunshine Inn soll bis Ende September 2018 in den aktuellen Räumen bleiben. Auch für den Jugendtreff werde ein Ersatzstandort gesucht. Zwei Objekte würden derzeit »intensiv geprüft«, so das Bezirksamt.

Anfang November war bekannt geworden, dass die beiden Einrichtungen zum Jahresende schließen sollten. Der Eigentümer, der niederländische Immobilienfonds »Brandenburg Properties«, hatte ihnen überraschend gekündigt. Nun habe das Bezirksamt Neukölln in »intensiven Gesprächen« mit dem Eigentümer eine »langfristige Perspektive« für beide Einrichtungen entwickelt, heißt es in einer Stellungnahme des Bezirksamts. Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) sagte: »Die Weiße Siedlung gehört zu den sozial am stärksten belasteten Gebieten in Neukölln. Gerade hier sind Orte der Begegnung und der Jugendarbeit zur Wahrung des sozialen Friedens von immenser Bedeutung.« In den Einrichtungen selbst war niemand erreichbar.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.