• Politik
  • Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie

In diesen 250 Firmen hat die IG Metall gestreikt

nd-Recherche zeigt Ausmaß der 24-Stunden Warnstreiks in der Metallindustrie der letzten drei Tage

  • Moritz Wichmann
  • Lesedauer: 2 Min.

In ganz Deutschland streikt die IG Metall gerade, fast zumindest. Das ist das Ergebnis einer nd-Recherche zu den Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie. Wir haben die Meldungen auf Homepages von allen sieben Bezirken der Gewerkschaft und ihre Pressemitteilungen ausgewertet. Ergebnis ist eine Karte mit vielen roten Punkten, derzeit sind das rund 250.

Sie markieren, in welchen Firmen und Orten die IG Metall in den letzten drei Tagen gestreikt hat. Der Schwerpunkt der Ausstände liegt im Süden und Westen der Republik, in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Beim Elektrogerätehersteller Bosch etwa wurde an an mehr als einem Dutzend Betrieben gestreikt. Die Punkte ballen sich vor allem in Stuttgart, Mannheim und Köln.

Doch nicht nur in diesen Industrieregionen, sondern in allen Landesteilen Deutschlands wurde gestreikt, etwa ganz im Nordosten Deutschlands auf der Neptun-Werft in Rostock. Die von uns recherchierten Zahlen unterschätzen die Zahl der Firmen aber noch, etwa weil von der Gewerkschaft in Berlin-Brandenburg-Sachsen nicht alle teilnehmenden Betriebe mit Namen genannt wurden.

Auch in anderen Landesteilen gab es Betriebe, die sich kurzfristig dem Streik angeschlossen haben und etwa nur anderthalb Stunden streikten und deswegen hier nicht aufgeführt sind. Die IG Metall selber spricht von rund 280 teilnehmenden Betrieben. Seit Mittwoch hätten sich insgesamt 500.000 Beschäftigte beteiligt.

Die meisten der hier ermittelten Betriebe streikten 24 Stunden durch, oft mit Beginn der Frühschicht um fünf oder sechs Uhr morgens, doch einige wenige streikten weniger lange. Die Grafik und die dazugehörige Liste kann sich mit der Korrektur bzw. Ergänzung von Betrieben in den nächsten Tagen noch leicht ändern.

Wir-schenken-uns-nichts
Unsere Weihnachtsaktion bringt nicht nur Lesefreude, sondern auch Wärme und Festlichkeit ins Haus. Zum dreimonatigen Probeabo gibt es ein Paar linke Socken von Socken mit Haltung und eine Flasche prickelnden Sekko Soziale – perfekt für eine entspannte Winterzeit. Ein Geschenk, das informiert, wärmt und das Aussteiger-Programm von EXIT-Deutschland unterstützt. Jetzt ein Wir-schenken-uns-nichts-Geschenk bestellen.
- Anzeige -

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.