26 Länder fordern sofortiges Ende der Gewalt in Afghanistan

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Kabul. In der Abschlusserklärung einer Friedenskonferenz in Kabul werden alle bewaffneten Gruppen zu Friedensgesprächen aufgerufen. Zu dem eintägigen Treffen im Rahmen des sogenannten Kabul-Prozesses waren am Mittwoch Vertreter von 26 Ländern, darunter Deutschland, zusammengekommen. Hauptthema war, wie die afghanische Regierung mit den Taliban Frieden schließen kann, die weite Teile des Landes kontrollieren.

Präsident Aschraf Ghani hatte den Taliban, die zu der Konferenz nicht eingeladen waren, umfassende Angebote gemacht, darunter eine Waffenruhe, die Entlassung von Gefangenen und die Anerkennung als politische Partei oder Gruppe. Die Taliban reagierten am Abend darauf mit Lob, aber auch Ablehnung. Solange ausländische Truppen im Land seien, werde es keine Gespräche geben, hieß es.

Der deutsche Sondergesandte für Afghanistan und Pakistan, Markus Potzel, hat eine dritte Konferenz in Bonn vorgeschlagen, um den Friedensprozess in Afghanistan zu unterstützen. Das geht aus einem Tweet der deutschen Botschaft in Kabul vom Mittwoch hervor. dpa/nd

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