Gehaltsunterschied immer noch groß
Equal Pay Day: Frauenrat fordert wirksame Gesetze gegen Lohnlücke
Berlin. Der Deutsche Frauenrat fordert angesichts der großen Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen wirksamere Gesetze gegen die geschlechtsspezifische Entgeltlücke in Deutschland. Sie klafft auch in diesem Jahr wieder bei rund 21 Prozent. Frauen müssen bis zum 18. März, dem sogenannten Equal Pay Day arbeiten, um das Einkommen zu erzielen, das Männer bereits am 31. Dezember des Vorjahres hatten. »Das ist ein Armutszeugnis für unser Land, in dem 90 Prozent der Bevölkerung der Meinung sind, dass Frauen und Männer selbstverständlich gleich bezahlt werden sollen«, so der Frauenrat.
»Die berufliche Arbeitsleistung von Frauen wird auf dem deutschen Arbeitsmarkt geringer honoriert als die berufliche Arbeitsleistung von Männern«, erklärt auch die Soziologin Sarah Lillemeier im nd-Interview. Zwar liefen »die richtigen Debatten«, aber am Ende brauche es auch »geeignete Maßnahmen«. Eines sei klar, so Lillemeier: »Wir sind noch weit davon entfernt, Arbeit geschlechtsneutral zu bewerten.« epd/nd Seite 7
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.