Spaltung in orthodoxer Kirche
Zugehörigkeit der Ukraine zum Moskauer Patriarchat widerrufen
Kiew. Das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel hat der Loslösung der ukrainisch-orthodoxen Kirche von Moskau zugestimmt. Der Kirche in der Ukraine werde ein unabhängiger Status zuerkannt, teilte das Patriarchat nach einer Synode unter Vorsitz des Patriarchen Bartholomäus I. in Istanbul mit. Die Ukraine feierte die »historische« Entscheidung, während die russisch-orthodoxe Kirche sie als »katastrophal« kritisierte.
Russland beansprucht nach der Entscheidung weiter die Verantwortung für alle Orthodoxen in der Ukraine. »Wenn illegale Aktionen stattfinden, wird Russland die Interessen der Orthodoxen schützen, ebenso wie es stets die Interessen der Russen und Russischsprachigen schützt«, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau. Unterdessen versicherte der ukrainische Präsident Petro Poroschenko die Wahl derjenigen zu respektieren, die an der Einheit mit der russisch-orthodoxen Kirche festhalten wollten. »Dies ist eine Frage der freien Wahl für alle Gläubigen«, erklärte er. Agenturen/nd Seite 8
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.