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USA wollen letzte Kampftruppen aus dem Irak abziehen
Weitere Einsatz soll sich auf Ausbildung und Beratung der irakischen Armee beschränken
Washington. Die USA wollen ihre letzten verbliebenen Kampfeinheiten aus dem Irak abziehen. Angesichts von Fortschritten bei den irakischen Streitkräfte habe sich die Mission der USA und ihrer Verbündeten im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) auf Ausbildung und Beratung verschoben, erklärten beide Länder am Mittwoch nach einem ersten »strategischen Dialog« seit dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Joe Biden.
Die letzten US-Kampftruppen könnten deswegen aus dem Irak abgezogen werden. Der Zeitplan solle in »technischen Gesprächen« festgelegt werden. Der Übergang von einem Kampfeinsatz hin zu »Training, Ausstattung und Unterstützung« der irakischen Sicherheitskräfte sei ein »Erfolg der strategischen Partnerschaft« zwischen beiden Ländern, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. Angaben zur Zahl der US-Kampftruppen im Irak wurden in dem Text nicht gemacht.
Teller und Rand ist der neue ndPodcast zu internationaler Politik. Andreas Krämer und Rob Wessel servieren jeden Monat aktuelle politische Ereignisse aus der ganzen Welt und tischen dabei auf, was sich abseits der medialen Aufmerksamkeit abspielt. Links, kritisch, antikolonialistisch.
Die USA waren 2011 unter Präsident Barack Obama aus dem Irak abgezogen, dann aber im Kampf gegen den IS in das Land zurückgekehrt. In den letzten Amtswochen von Obamas Nachfolger und Bidens Vorgänger Donald Trump wurde die Zahl der im Irak stationierten US-Soldaten von rund 3000 auf 2500 gesenkt.
Von den USA genutzte Stützpunkte in dem Land werden regelmäßig Ziel von Raketenangriffen, für die die USA schiitische Milizen mit Verbindungen zum Iran verantwortlich machen.
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