Exporte sanken um 18 Prozent

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Berlin (dpa/ND). Die exportorientierte Industrie in Deutschland musste im zu Ende gehenden Jahr einen Einbruch der Ausfuhren von 18 Prozent hinnehmen. Im neuen Jahr ist wieder eine Steigerung von vier Prozent möglich. Dies geht aus dem Außenwirtschaftsreport des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) hervor. »Die deutsche Exportindustrie ist auf dem Weg der Besserung, aber der Aufholprozess wird noch lange dauern«, sagte BDI-Präsident Hans-Peter Keitel. Bei den Gesamtexporten beträgt der Rückgang laut der OECD 15 Prozent.

»Bei dieser Wachstumsgeschwindigkeit ist das Vorkrisenniveau erst 2014 zu erreichen«, sagte Keitel. Zudem gebe es eine Reihe von Gefahrenquellen für die Exportwirtschaft. In einigen Ländern liefen die Konjunkturprogramme aus, in den Bilanzen der Banken schlummere noch hoher Abschreibungsbedarf. »Auch nimmt der Protektionismus – teilweise gut versteckt in Finanzierungsinstrumenten oder Buy-national-Bestimmungen der Konjunkturprogramme – weltweit zu«, so der BDI-Präsident. 2009 mussten alle Zielregionen »deutliche Verluste« hinnehmen. Asien sei dabei in der Krise »ein Stabilitätsanker« gewesen.

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