IG Metall fördert Teillösung für A400M

Gewerkschaft: Weniger Flugzeuge bestellen

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Ingolstadt (dpa/ND). Vor dem Hintergrund einer drohenden Einstellung des A400M-Programms hat die IG Metall eine Tranchenlösung zur Beschaffung des Airbus-Militärtransportflugzeugs vorgeschlagen. Wie der EADS-Beauftragte der Gewerkschaft, Bernhard Stiedl, am Sonntag sagte, sei es die beste Lösung, wenn die Bestellernationen das Budget für die Beschaffung unverändert ließen, die Anzahl der Flugzeuge jedoch reduziere. Der Rest könne nachbestellt werden. »Das würde die weitere Finanzierung des A400M erleichtern und die gefährdeten Arbeitsplätze sichern«, so Stiedl. In Europa würden 40 000 Arbeitsplätze durch den A400M geschaffen, allein in Deutschland rund 11 000. Der Ball liege bei der Bundesregierung als größtem Abnehmer. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg müsse EADS deshalb entgegenkommen, so Stiedl.

Die bisherigen Verzögerungen hätten EADS über zwei Milliarden Euro an Rückstellungen gekostet. »Weitere Mehrkosten sind für EADS jedoch nicht verkraftbar«, so Stiedl. Mit dem vereinbarten Budget von 20 Milliarden Euro für 180 Flugzeugen werde das Programm keinen Gewinn abwerfen. Um es kostendeckend weiterführen zu können, benötige EADS rund 5,3 Milliarden Euro zusätzlich.

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