Hauswald »Königin von Oslo«
Biathlon-Weltcup: Drei Rennen – drei Siege für 30-jährige Gosheimerin
Simone Hauswald (Foto: AFP) schwang sich beim vorletzten Biathlon-Weltcup des Olympiawinters zur »Königin von Oslo« auf: drei Rennen – drei Siege. Nachdem die 30-Jährige letzten Donnerstag im Anschluss an ihren Erfolg im Sprint ihren Rücktritt zum Saisonende angekündigt hatte, wirkt sie wie befreit. Sie läuft und schießt in der Form ihres Lebens.
»Diese drei Rennen waren wie von einem anderen Stern. Es hat alles gepasst«, sagte Hauswald, die in der Gesamt-Weltcupwertung sogar der Doppel-Olympiasiegerin Magdalena Neuner (Wallgau) auf die Pelle rückt. Neuner geht nach Platz sechs im Sprint, Rang acht in der Verfolgung und Platz drei im Massenstartlauf mit einem Vorsprung von 42 Punkten in die letzten zwei Einzelrennen beim Weltcup-Finale in Sibirien.
Hauswald bleibt trotz des sportlichen Höhenflugs in Oslo bei ihrer Entscheidung, ihre Karriere nach dem Weltcup-Finale zu beenden. »Ich habe immer gesagt, man soll aufhören, wenn es am Schönsten ist. Es wird im Moment immer schöner, deshalb ist die Entscheidung definitiv richtig«, sagte die Olympiadritte von Whistler.
Am Schlusstag in Oslo unterstrichen Neuner als Dritte, Andrea Henkel (Großbreitenbach) als Vierte, Martina Beck (Mittenwald) als Siebente und Kati Wilhelm (Zella-Mehlis) als Zehnte beim Massenstartlauf noch einmal die Dominanz einer deutschen Erfolgsgeneration, die in einer Woche zum größten Teil abtreten wird. »Es ist erstaunlich, was die Mädels hier leisten. Nach Olympia hätte man erwarten können, dass die Kurve etwas nach unten geht, was aber nicht der Fall ist«, lobte Bundestrainer Uwe Müssiggang. dpa/ND
Resultate Seite 19
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.