Brandenburger Landwirte wünschen sich längeren Regen

Meteorologen sagen für die kommenden Tage erneute Hitzewelle voraus

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Potsdam (dpa). Die Brandenburger Landwirte warten weiterhin auf eine länger andauernde Regenperiode. Die Meteorologen sagen allerdings wieder Sonne und Hitze für die nächsten Tagen voraus. Die teils kräftigen Regengüsse in der Nacht zum Dienstag hätten der von Trockenheit geplagten Landwirtschaft nicht richtig geholfen. »Man kann noch nicht von einer Trendwende sprechen«, sagt Holger Brantsch vom Landesbauernverband am Dienstag in Potsdam.

Dem Mais und den Grünflächen hätten die Niederschläge gut getan. Sie konnten sich etwas erholen. Wo aber das Korn bereits vertrocknet ist, konnte auch der Regen nicht mehr helfen, meinte Brantsch. Solche Probleme gebe es in allen Regionen. Über die Ernteaussichten will der Landesbauernverband auf einer Pressekonferenz an diesem Donnerstag berichten.

Während im Norden der Boden noch recht gut Wasser halte, ist der Süden sehr trocken. Der Grundwasserspiegel sei auch wegen des Abbaus von Braunkohle teilweise niedrig, erläutert Brantsch. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes waren im Nordwesten bis zu 20 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, im Süden seien es 8 bis 16 Liter gewesen. In der Region Potsdam seien es allerdings nur 0,2 Liter gewesen. Durch den Niederschlag ist die Waldbrandgefahr in einigen Gegenden etwas zurückgegangen.

Doch mit der erwarteten Hitzewelle in den kommenden Tagen werden die Warnstufen auch wieder erhöht. In acht Landkreisen bestehe nach Angaben des Umweltministeriums weiterhin die höchste Warnstufe IV mit sehr großer Waldbrandgefahr. Im Bereich Barnim gab es am Dienstag keine Warnstufe, für Mittwoch werde die Stufe I angegeben. In Dahme-Spreewald und Uckermark sei es die Stufe II, die auch am Mittwoch gelten soll.

Es gebe in den Regionen eine erhöhte Waldbrandgefahr. In Elbe-Elster und auch Oberspreewald-Lausitz wird für Mittwoch eine Erhöhung auf Stufe III angegeben, es bestehe dann hohe Waldbrandgefahr.

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