Karstadt: Gilde zieht Beschwerde zurück

Übergabe am Freitag dennoch weiter unklar

  • Lesedauer: 1 Min.

Essen (dpa/ND). Erster Teilerfolg im Ringen um eine Übergabe der insolventen Warenhauskette Karstadt an den Investor. Mit ihren Beschwerden gegen den Insolvenzplan hatten zwei Gläubiger vor dem Essener Amtsgericht keinen Erfolg. Der Fall werde nun dem Landgericht vorgelegt, so ein Gerichtssprecher. Indessen kündigte das Bocholter Unternehmen Gilde als einer der beiden Beschwerdeführer eine Rücknahme des Widerspruchs an. Das Essener Gericht konnte einen Eingang zunächst nicht bestätigen.

Noch keine Einigung ist dagegen mit dem zweiten Beschwerdeführer, dem britischen Unternehmen Dawnay Day, in Sicht. Mit dessen Vertretern sei in der Nacht zum Mittwoch ergebnislos verhandelt worden, berichtete der Sprecher des Insolvenzverwalters Thomas Schulz. Nur wenn beide Unternehmen ihre Widersprüche zurückziehen, könnte Karstadt wie geplant am Freitag an Investor Berggruen übergeben werden.

Falls auch nur einer der Gläubiger weiter die Gerichte beschäftigt, könnte die Übergabe auf unbestimmte Zeit blockiert werden. Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg hatte den Beschwerden in dieser Woche in einem Brief an die Karstadt-Mitarbeiter »keinerlei Aussicht auf Erfolg« bescheinigt.

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