Schaulaufen in Acapulco

München stellt sich für Olympia 2018 vor

  • Lesedauer: 2 Min.

Schaulaufen ist Katarina Witts Spezialität. Seit Tagen zieht die Präsentationschefin der Münchner Olympia-Kandidatur durch das Fairmont-Hotel in Acapulco und leistet diszipliniert Lobbyarbeit im Bewerbungsmarathon um die Winterspiele 2018. Hinter den Kulissen laufen die letzten Proben für die erste große internationale Bewährung vor der olympischen Familie. München präsentiert sich heute als erster der drei Kandidaten vor der Generalversammlung der Vereinigung aller Nationalen Olympischen Komitees (ANOC).

»Wir haben eine überzeugende Geschichte zu erzählen«, sagt Witt und zählt routiniert die Vorzüge von München im Dreikampf mit dem südkoreanischen Favoriten Pyeongchang und dem französischen Außenseiter Annecy auf. Die 20-minütige Präsentation steht, bis zuletzt wurde an den Filmsequenzen gebastelt, in denen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel per Videobotschaft grüßt.

Bis zur Vergabe am 6. Juli 2011 in Durban haben die Bewerber noch fünf Präsentationen auf internationalem Parkett vor sich. Die Stimmungslage im Internationalen Olympischen Komitee (IOC) scheint derzeit eher eine traditionelle Wintersportnation zu favorisieren. Das könnte München in die Karten spielen und Pyeongchangs Hauptargument vom ungesättigten Wintersportmarkt im bevölkerungsreichsten Kontinent entkräften.

Allerdings sind auch dem IOC die zahlreichen Querelen um die Bewerbung Münchens vor allem mit dem Bauernaufstand in Garmisch-Partenkirchen nicht entgangen, gab Witt zu. Trotzdem glaubt das deutsche Team, in Acapulco überzeugen zu können. »Ich glaube nicht, dass die Bewerbung Schaden genommen hat. Meine IOC-Kollegen können das in die richtige Perspektive rücken«, sagte IOC-Vize Thomas Bach. dpa

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

- Anzeige -
- Anzeige -