Griechenland holt Supercup
Deutsche Basketballauswahl noch nicht in EM-Form
Griechenland hat ungeschlagen den Basketball-Supercup gewonnen. Die Hellenen bezwangen am Sonntag in Bamberg Belgien mit 70:61 und feierten den dritten Sieg im dritten Spiel. Für die Griechen, die am Sonnabend auch das deutsche Team um Dirk Nowitzki mit 69:56 geschlagen hatten, war es der dritte Gesamtsieg beim traditionsreichen Vier-Nationen-Turnier.
Die deutsche Auswahl hatte nach der Rückkehr der beiden NBA-Stars Dirk Nowitzki und Chris Kaman mit Anpassungsproblemen gekämpft. Vor dem EM-Auftakt in zehn Tagen wird die Zeit knapp.
Manchmal kommt sich Dirk Bauermann in diesen Tagen vor wie auf der Tanzfläche. »Du machst zwei Schritte vor und dann einen zurück«, sagte der Bundestrainer mit Blick auf die Entwicklung seines Teams. »Wir müssen akzeptieren, dass wir im Augenblick nicht mehr können«, sagte er nach dem 56:69 (28:53) gegen Griechenland. Als Grund zur Unruhe sieht er die deutliche Niederlage gegen den zweimaligen Europameister aber nicht: »Das ist überhaupt kein Beinbruch, sondern Teil eines Prozesses. Wir müssen uns weiterentwickeln, und das werden wir tun.«
Drei Spiele bleiben der Mannschaft nach dem Turnier bis zur Endrunde in Litauen (31. August bis 18. September) noch, um sich in ihrer neuen Konstellation zu finden. In dieser Woche wartet ein hartes Programm, doch die Tests sind unverzichtbar. Das weiß auch Nowitzki, der bei seinem Comeback in der fränkischen Heimat mit Jubel empfangen worden war. »Wir haben noch einen weiten Weg vor uns«, sagte der NBA-Champion nach seiner schwachen Vorstellung gegen die Griechen. Lediglich elf Punkte verbuchte der 33-Jährige gegen den zugegeben starken Gegner. Noch am Vortag hatte es deutlich besser ausgesehen. Beim mühsam erkämpften 71:65-Auftaktsieg gegen Belgien war der Hoffnungsträger mit 18 Zählern der beste Werfer. dpa/SID
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.