Gold ohne Konkurrenz

Biedermann gewinnt Titel bei Kurzbahn-EM

  • Lesedauer: 2 Min.

Paul Biedermann kann über 400 Meter Freistil in Europa keiner das Wasser reichen. Der Weltrekordler holte zum Auftakt der Kurzbahn-EM in Szczecin seinen vierten EM-Titel in Serie über diese Distanz. Dorothea Brandt mit Silber über 50 Meter Brust und die Lagen-Staffel der Männer als Dritte über 4 x 50 Meter komplettierten den Medaillensatz der deutschen Schwimmer, die am Donnerstag zudem drei vierte Plätze verbuchten.

In 3:38,65 Minuten verbesserte Biedermann seine Weltjahresbestzeit um 1,75 Sekunden. »Ich hätte mir eine noch schnellere Zeit gewünscht. Das ist mein innerer Anspruch, aber das ist schon okay«, sagte der 25-Jährige aus Halle/Saale, dem der Däne Mads Glaesner (3:39,30) lange Paroli bot. »Auf meine letzten 50 Meter kann ich mich nicht immer verlassen. Das war schon anstrengend«, sagte Biedermann.

Titelverteidigerin Brandt fehlten über 50 Meter Brust elf Hundertstel zum Sieg, den sich die Russin Valentina Artemjewa sicherte. »Die Zeit ist okay. Sie hat heute ihren 25. Geburtstag und ich bin ja ein netter Mensch«, sagte die Berlinerin augenzwinkernd.

Britta Steffen erreichte über 100 Meter Freistil das Finale (n. Red.). Die Weltjahresbeste gewann in 53,02 Sekunden ihr Halbfinale und war Gesamt-Vierte. »Wir haben diesmal sehr auf die Wenden und den Start geachtet. Ich komme langsam in Schuss«, sagte die Berlinerin viereinhalb Monate nach ihrem WM-Desaster.

Im deutschen Team hatte sich allein Biedermann auf diese EM vorbereitet und das Training etwas zurückgefahren. Er liebt die Rennen und zieht daraus seine Motivation. »Natürlich ist es schade, dass viele Konkurrenten nicht am Start sind, aber jeder bereitet sich auf seine Art vor.« Die meisten Spitzenschwimmer haben nur London im Blick. So sparten sich auch bei den Frauen die besten Niederländerinnen und Schwedinnen die Reise nach Polen. dpa

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