Flughafen: Schaden noch unklar
(dpa). Das Land Berlin muss nach Angaben des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit (SPD) mit »keinerlei Schadensersatzforderungen« durch die zum zweiten Mal verschobene Eröffnung des neuen Flughafens rechnen. »Inwieweit gegenüber der Flughafengesellschaft Schadenersatzforderungen erhoben werden bzw. inwieweit der Wirtschaft Schaden entsteht, lässt sich zur Zeit noch nicht konkretisieren«, antwortete Wowereit auf eine Parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion. Die Flughafengesellschaft, deren Aufsichtsratsvorsitzender Wowereit ist, gehe zur Zeit von Einnahmeausfällen von 15 Millionen Euro im Monat aus, schrieb Wowereit.
Die beiden Regierungsfraktionen SPD und CDU sind da nicht ganz so sicher wie der Regierungschef. Die beiden Vorsitzenden Raed Saleh und Florian Graf kündigten vorsorglich einen Nachtragshaushalt an, falls Berlin als einer von drei Gesellschaftern des Flughafens noch Geld wegen der geplatzten Eröffnung nachschießen müsse. Wowereit soll heute im Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses dazu Stellung nehmen. Der Doppelhaushalt 2012/2013 - ohnehin sehr spät wegen der Wahl zum Abgeordnetenhaus im vergangenen September - soll am 14. Juni vom Parlament verabschiedet werden.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.