Sachsen rühmt sich mit Niedriglöhnen
Opposition übt Kritik
Dresden (dpa/nd). Die Wirtschaftsförderung Sachsen wirbt mit Niedriglöhnen im Freistaat um Investoren und ist deshalb ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Solche Förderung sei zynisch, kein Vorteil für Sachsen, sondern eher ein Grund zum Schämen, argumentierten Vertreter der Opposition am Donnerstag im Landtag. Auf der Homepage der Wirtschaftsförderung heißt es: »Dank flexibler Tarifmodelle, einem moderaten Lohnniveau (25,6 Prozent unter deutschem Durchschnitt) und hoher Arbeitsproduktivität ist Sachsen aus Kostengesichtspunkten in jedem Fall erste Wahl.«Vor den Kopf gestoßen würden auch diejenigen in Sachsen, die schwer arbeiten und trotzdem nur wenig verdienen. Niedrige Löhne heute seien die Armutsrenten morgen.
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