EADS: Bund will direkt einsteigen
Düsseldorf (AFP/nd). Die Bundesregierung bereitet einem Bericht des »Handelsblatts« zufolge ihren Einstieg als direkter Anteilseigner beim europäischen Luft- und Raumfahrtkonzern EADS vor. Der deutsche Anteil solle künftig bei zwölf Prozent liegen, berichtete die Zeitung am Dienstag unter Berufung auf Regierungskreise. Frankreich hat sich demnach dazu bereiterklärt, seinen Anteil von derzeit 15 auf ebenfalls zwölf Prozent zu reduzieren. Damit würde das Gleichgewicht zwischen Deutschland und Frankreich erhalten bleiben.
Spanien solle weiterhin 5,5 Prozent an dem Konzern halten. Bisher halten Deutschland, Frankreich und Spanien - direkt oder indirekt - rund 50 Prozent an EADS. Auf deutscher Seite sind 22,5 Prozent im Besitz des Autoherstellers Daimler und eines Konsortiums aus öffentlichen und privaten Banken. Auf französischer Seite sind es ebenfalls 22,5 Prozent, die dem Staat und dem französischen Lagardère-Konzerns gehören.
Daimler strebt seit längerem einen Verkauf von Anteilen an. Die Bundesregierung hatte sich zwar immer wieder für einen Verkauf an einen privaten Investor ausgesprochen, dies scheiterte jedoch. Der Lagardère-Konzern will sich aller Voraussicht nach im kommenden Jahr aus EADS zurückziehen.
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.