Bei Robert Bownas Wormald
Schach mit Carlos García Hernández
... (Großbritannien, 1834-1876) fällt vielen Schachfans sofort die Spanische Eröffnung ein: Wormald war der erste Elite-Spieler, der die Variante 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.Lb5 a6 4.La4 Sf6 5.De2 in internationalen Turnieren mit Erfolg spielte. Deshalb trägt sie den Namen Robert-Bownas-Wormald-Angriff.
Wormald war jedoch auch ein brillanter Theoretiker, im Jahr 1860 schrieb er sein Meisterwerk: »The Hand-Book of Chess«. Legendär ist seine Hassliebe zu seinem Landsmann Howard Staunton (1810-1874). Staunton designte die heute noch gebräuchlichen modernen Schachfiguren und machte England zur wichtigsten Schachnation des 19. Jahrhunderts.
Staunton und Wormald kannten sich sehr gut, so war Wormald Verleger der dritten Auflage von Stauntons »Laws and Practice of Chess« (1879). Nichts desto trotz war ihre Beziehung nicht immer friedlich. Als Wormald 1864 sein Eröffnungs-Buch »The Chess Openings« veröffentlichte, wurde es von vielen Kennern hoch gelobt, Staunton aber verriss das Buch. Wormald nahm ihm das bis zum Ende übel. Als Schachkomponist veröffentlichte Wormald Dutzende genialer Schachaufgaben wie die zwei, die wir heute vorstellen. Das erste Diagramm ist Matt in drei Zügen, das zweite ist Matt in zwei Zügen.
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Lösung 1 (English Chess Problems, 1876): 1.Tg1 e3 2.Th1 Kg4 3.Sxf6 1-0
Lösung 2 (English Chess Problems, 1876): 1.Da1 Dxa1 [1...Sxa1 2.Sa5; 1...Lxc4 2.Dxa7; 1...hxg2 2.Dg7; 1...Dxg2+ 2.Dg7] 2.Se1 1-0
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