Langlauf-Herren ohne Staffel-Medaille
Jansrud siegt im Super-G
Sotschi. Die deutschen Langlauf-Herren konnten es ihren Teamkolleginnen nicht gleichtun. Einen Tag nach Staffel-Bronze durch die DSV-Damen lief das Quartett um Axel Teichmann am Sonntag bei den Olympischen Winterspielen weit an einer Medaille vorbei. Über 4 x 10 Kilometer wurde das Team Neunter. Der Olympiasieg ging wie 2010 an Schweden. Vor den Augen von Staatspräsident Wladimir Putin und Regierungschef Dimitri Medwedew holte sich Russland Silber vor Frankreich.
In der ersten Entscheidung des neunten Wettkampftages von Sotschi setzte Kjetil Jansrud die norwegische Erfolgstradition im Super-G fort. Jansrud sorgte für den vierten Olympiasieg eines Norwegers nacheinander in dieser Disziplin. Der Olympia-Dritte in der Abfahrt lag drei Zehntelsekunden vor Andrew Weibrecht aus den USA. Jan Hudec aus Kanada und US-Skistar Bode Miller wurden zeitgleich Dritte.
Im Snowboardcross war die Tschechin Eva Samkova nicht zu schlagen. Die 20-Jährige lag im Finale vor der Kanadierin Dominique Maltais und Chloe Trespeuch aus Frankreich. Zuvor hatten zwei andere Favoritinnen gepatzt. Vancouver-Olympiasiegerin Maelle Ricker aus Kanada stürzte in ihrem Viertelfinale, US-Snowboarderin Lindsey Jacobellis ereilte das gleiche Schicksal im Halbfinale in Führung liegend. Die achtmalige Gewinnerin der X-Games und dreimalige Weltmeisterin erlebte damit einen weiteren olympischen Alptraum nach ihrem leichtfertig vergebenen Erfolg in Turin 2006.
Die deutschen Eishockey-Frauen müssen nach einer Niederlage gegen Finnland um den Klassenverbleib bangen. Die DEB-Mannschaft verlor ihr erstes Platzierungsmatch gegen die Nordeuropäerinnen mit 1:2 (0:2, 1:0, 0:0) und spielt am Dienstag um Rang sieben. Sollten die Frauen von Bundestrainer Peter Kathan auch diese Partie verlieren und Turnier-Letzte werden, müssten sie im Herbst in die Relegation um den Verbleib in der A-Gruppe. Bettina Evers war in der 29. Minute das einzige deutsche Tor gelungen.
Der Zustand der schwer am Rücken verletzten Skicrosserin Maria Komissarowa war am Morgen nach der Operation weiterhin ernst, aber stabil. Das teilte der russische Ski-Freestyle-Verband auf seiner Internetseite mit. Die Nacht sei zufriedenstellend verlaufen. Die 23-Jährige hatte sich bei einem Sturz im Training den zwölften Brustwirbel gebrochen, sie war sechseinhalb Stunden operiert worden. Die Ärzte wollten später erneut beraten, ob sie von Krasnaja Poljana in ein anderes Krankenhaus transportiert werden kann. dpa/nd
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