Wochen-Chronik

  • Lesedauer: 1 Min.

24. März 1944

Auf Befehl der Wehrmachtsoffiziere Albert Kesselring, Eberhard von Mackensen sowie Kurt Mälzer, Stadtkommandant von Rom, werden 335 italienische Zivilisten in den Höhlen an der Via Ardeatina erschossen. Das Massaker unter dem Kommando von Herbert Kappler wird als Vergeltung für den Tod von 33 Angehörigen des Polizeiregiments »Bozen« bei einem Sprengstoffanschlag der Resistenza ausgegeben. Der letzte Täter, SS-Hauptsturmführer Erich Priebke, starb 2013. Foto: dpa

25. März 1989

In Riga, Hauptstadt der Sowjetrepublik Lettland, gedenken rund 300 000 Menschen mit einem Schweigemarsch der Opfer der stalinistischen Deportationen 40 Jahre zuvor. Vom 25. bis 28. März 1949 waren rund 90 000 Einwohner der baltischen Staaten in einer groß angelegten Aktion, »Operation Priboi« (Brandung), nach Sibirien verschleppt worden. Dem zugrunde lag ein Beschluss des Ministerrates der UdSSR zur Inhaftierung von »Kulaken, Nationalisten und Banditen«.

27. März 1989

Rolf Henrich wird wegen seines im Rowohlt-Verlag erschienenen Buches »Der vormund-schaftliche Staat. Vom Versagen des real existierenden Sozialismus« aus der SED ausgeschlossen und darf seinen Beruf als Rechtsanwalt nicht weiter ausüben. Der gelernte Bergmann, der nach seinem Jurastudium an der Humboldt-Universität zu Berlin in Eisenhüttenstadt eine Anwaltskanzlei eröffnet hatte, gehört Ende des Jahres zu den Gründern des Neuen Forums. Foto: dpa

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

Mehr aus: