Wochen-Chronik

  • Lesedauer: 1 Min.

12. April 1989

In Dresden werden »Die Ritter der Tafelrunde« von Christoph Hein uraufgeführt. Der DDR-Schriftsteller vermittelt über die mittelalterliche Artussage Einblicke in die Versteinerung einer überalterten Machtelite, die ihre Ideale verloren hat. Der Bezug zur Partei- und Staatsführung unter Honecker, die erstarrte Dogmen des »Marxismus-Leninismus« gegen die von Gorbatschow proklamierten Glasnost und Perestroika verteidigt, ist überdeutlich; das Stück wird ein Publikumserfolg.

13. April 1919

Britisches Militär eröffnet das Feuer auf eine Protestversammlung in der indischen Stadt Amritsar. 400 unbewaffnete Zivilisten, Sikhs, Muslime und Hindus, die gegen die Verlängerung des während des Ersten Weltkrieges verhängten Ausnahmezustandes demonstrierten, sterben. Das Massaker, dem auch Frauen und Kinder zum Opfer fielen, beflügelte die indische Unabhängigkeitsbewegung und inspirierte Mahatma Gandhi zur Kampagne des zivilen Ungehorsams .

14. April 1849

Ungarn erklärt seine Unabhängigkeit von der Habsburger Monarchie und proklamiert unter Führung von Lajos Kossuth die Republik. Kaiser Franz Joseph ersucht daraufhin den als »Gendarm Europas« bezeichneten Zaren Nikolaus I. um militärische Unterstützung. Nach anfänglichen Misserfolgen gelingt es den österreichischen und russischen Truppen, im August d. J. die Revolution in Ungarn niederzuschlagen. Kossuth und andere Revolutionäre müssen emigrieren.

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