Denkmal für Homosexuelle geschändet

  • Lesedauer: 1 Min.

Das Denkmal für die während der NS-Zeit verfolgten Homosexuellen ist erneut beschädigt worden. Es wurde mit einem Hakenkreuz beschmiert, zudem ist eine gläserne Sichtscheibe zerkratzt worden, sagte ein Sprecher der Polizei am Montag. Der Staatsschutz werde die Ermittlungen aufnehmen, da es sich offenbar um einen politisch motivierten Anschlag handle. Nach Ansicht des Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) wurde das Denkmal vermutlich bereits während der Ostertage beschädigt. Die für die Betreuung zuständige Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas hat unterdessen Anzeige gegen Unbekannt gestellt. Das Mahnmal hat die Form eines Kubus, in den ein Fenster eingeschnitten ist. Darin ist auf einem Bildschirm eine sich endlos wiederholende Filmsequenz mit Kussszene eines gleichgeschlechtlichen Paares zu sehen.

Im Laufe der nächsten zwei Wochen soll die Sichtscheibe erneuert werden, erklärte der LSVD-Sprecher. Entsprechende Hinweisschilder darauf sollen angebracht werden. Seit seiner Einweihung am 27. Mai 2008 wurde das Denkmal mehrfach beschädigt. Das Denkmal soll die verfolgten und ermordeten Opfer ehren und zugleich ein Zeichen gegen Intoleranz, Feindseligkeit und Ausgrenzung gegenüber Homosexuellen setzen. epd/nd

Wir-schenken-uns-nichts
Unsere Weihnachtsaktion bringt nicht nur Lesefreude, sondern auch Wärme und Festlichkeit ins Haus. Zum dreimonatigen Probeabo gibt es ein Paar linke Socken von Socken mit Haltung und eine Flasche prickelnden Sekko Soziale – perfekt für eine entspannte Winterzeit. Ein Geschenk, das informiert, wärmt und das Aussteiger-Programm von EXIT-Deutschland unterstützt. Jetzt ein Wir-schenken-uns-nichts-Geschenk bestellen.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.