Ehemaliger DDR-Nationalspieler Wolfgang Wruck gestorben

»Ate« Wruck schoß 1966 das erste Tor des 1. FC Union Berlin in der DDR-Oberliga

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Der zentrale Abwehrspieler prägte jahrelang das Spiel der Berliner Mannschaft aus der Wuhlheide. Aber auch über seine aktive Zeit hinaus blieb der Nationalspieler und Berufsschullehrer seinem Verein verbunden.

Berlin. Der ehemalige DDR-Fußball-Nationalspieler Wolfgang Wruck ist Anfang September nach langer Krankheit im Alter von 70 Jahren gestorben. Das teilte sein Verein, der 1. FC Union Berlin, mit. Wruck lief sechsmal im Trikot der DDR-Nationalmannschaft als zentraler Abwehrspieler auf und kam auch für die Olympia-Auswahl der DDR zum Einsatz.

In die Union-Geschichte ging er ein, als er am 6. August 1966 im Spiel beim FC Hansa Rostock das erste Tor für die Berliner in der DDR-Oberliga erzielte. Wruck stand auch beim 2:1-Sieg im Finale des FDGB-Pokals 1968 gegen den FC Carl Zeiss Jena in Halle auf dem Platz, dem bisher größten sportlichen Erfolg des 1. FC Union Berlin.

Nach 235 Pflichtspielen, davon 135 in der Oberliga, beendete der Mannschaftskapitän der Köpenicker im Juli 1974 seine Laufbahn im Leistungsport. 1977 hängte er die Fußballschuhe endgültig an den Nagel und arbeitete danach als Berufsschullehrer für Sport und Geschichte. Seit 2003 war Wruck Ehrenmitglied des heutigen Zweitligisten und engagierte sich seit 2005 mehrere Jahre als Vorsitzender des Ehrenrates. stf

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