Weniger Erwerbslose in Deutschland

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Mit dem Ende der Schulferien und dem Beginn des Ausbildungsjahres sinkt die Arbeitslosigkeit normalerweise kräftig. Nicht so in diesem Jahr.

Nürnberg. Mit dem Beginn des jährlichen Herbstaufschwungs ist die Erwerbslosigkeit in Deutschland um 94 000 auf 2,808 Millionen gesunken. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,2 Punkte auf 6,5 Prozent ab, wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Volkswirte deutscher Großbanken hatten mit einem deutlich kräftigeren Rückgang gerechnet. Auch in den Vorjahren war das Minus stärker ausgefallen.

»Im September ist die Zahl der arbeitslosen Menschen mit der beginnenden Herbstbelebung gesunken«, kommentierte Bundesagentur-Chef Frank-Jürgen Weise. Zugleich räumte er ein: »Lässt man übliche saisonale Effekte außen vor, steigt die Arbeitslosigkeit jedoch an.« Um den alljährlichen Herbstaufschwung bereinigt, legte die Zahl der Jobsucher nämlich um 12 000 auf 2,918 Millionen zu - fast ausschließlich getrieben durch die Entwicklung in Westdeutschland.

Aktuell sind dennoch 41 000 Menschen weniger auf Jobsuche als noch vor einem Jahr. Auch Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nahmen weiter zu.

Bei den Arbeitsagenturen sind derzeit bundesweit 518 000 offene Stellen gemeldet. Dies ist ein Anstieg binnen Jahresfrist um 46 000. Neue Mitarbeiter sind derzeit besonders gesucht in den Bereichen Metall, Verkehr und Logistik, Mechatronik, Energie und Elektro sowie Verkauf, Maschinen- und Fahrzeugtechnik. Auch im Gesundheitswesen sowie in Hotellerie und Gastronomie wird Personal gebraucht. dpa/nd

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