Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen Salafistenprediger Lau
Mönchengladbach. Die Bundesanwaltschaft hat vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf Anklage gegen den Salafistenprediger Sven Lau erhoben. Der 35-Jährige wird verdächtigt, 2013 von Deutschland aus als verlängerter Arm der in Syrien aktiven Terrororganisation »Jaish al-muhajirin wa-l-ansar« (Jamwa) agiert zu haben, wie der Generalbundesanwalt am Dienstag in Karlsruhe mitteilte. Ihm wird zur Last gelegt, eine ausländische terroristische Vereinigung unterstützt zu haben. Lau befindet sich seit seiner Festnahme im Dezember in Mönchengladbach in Untersuchungshaft. Die im März 2013 gegründete Organisation Jamwa verfolgt laut Anklageschrift das Ziel, die syrische Regierung zu stürzen und einen allein auf islamischem Recht basierenden Gottesstaat zu errichten. Der bundesweit bekannte Prediger Lau war laut Anklage Ansprechpartner für Kampf- und Ausreisewillige, insbesondere im Großraum Düsseldorf. epd/nd
Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.
Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.
Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.
Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.
Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.