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Behörden sammeln immer mehr Fingerabdrücke

Schon über vier Millionen Personen gespeichert - sprunghafter Anstieg seit Jahresbeginn / Linkspartei warnt vor »Super-Datenbank«

  • Lesedauer: 1 Min.

Berlin. Die deutschen Sicherheitsbehörden greifen auf eine immer größere Zahl von Fingerabdrücken zurück. Allein in den ersten drei Monaten dieses Jahres stieg der Bestand der Daten im Fingerabdruckidentifizierungssystem um knapp 740.000 auf nun 4,04 Millionen Personen, berichtet die »Rheinische Post« unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei. Zuvor sei der Bestand pro Jahr nur um rund 100.000 gewachsen. Der Linkenpolitiker Andrej Hunko warnte vor dem Aufbau einer »Super-Datenbank«. Bislang seien lediglich Asylsuchende, Visa-Antragsteller und zur Fahndung ausgeschriebene Personen davon betroffen. Demnächst würden aber bei sämtlichen Ein- und Ausreisen Fingerabdrücke und Gesichtsbilder gespeichert werden. Das lehnt die Linkspartei entschieden ab. Agenturen/nd

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