Polizei will Mobilfunk auf Straßenabschnitten im Nordosten überwachen
Schwerin. Die Überwachung von Handydaten ist in Mecklenburg-Vorpommern einem Bericht des NDR zufolge stark ausgeweitet worden. Zwischen 2010 und 2015 sei die Zahl der sogenannten Funkzellenabfragen um das 17-Fache gestiegen, berichtete der NDR am Donnerstag unter Berufung auf das Innenministerium in Schwerin. Eine Sprecherin des Ministeriums begründete den Anstieg demnach mit der Zunahme mobiler Kommunikation. Fahnder können durch Funkzellenabfragen sehen, wer wo und wann mit wem telefoniert hat. Laut NDR will die Polizei im Nordosten künftig den Mobilfunk auf ganzen Straßen- und Autobahnabschnitten überwachen dürfen. Immer dann, wenn es sich um die vermutete Fahrstrecke eines Tatverdächtigen handele, sollen Beamte dazu befugt sein, die Daten von Handys zu erheben, die sich zu einem bestimmten Zeitpunkt entlang dieser Fahrstrecke bei ihrem Netzanbieter eingeloggt haben. Das sieht nach NDR-Informationen der Entwurf einer Richtlinie des Landeskriminalamts vor, der demnächst in Kraft treten soll. dpa/nd
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