Altersarmut: Regierung rät Geringverdienern zu privater Vorsorge

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Berlin. Die Bundesregierung befürchtet ein wachsendes Risiko für Altersarmut bei Geringverdienern. Das Versorgungsniveau im Alter werde ohne »zusätzliche Altersvorsorge in den kommenden Jahren deutlich zurückgehen«, heißt es in dem Entwurf für den Alterssicherungsbericht der Regierung. Das Fehlen einer zusätzlichen Altersvorsorge berge »insbesondere für Geringverdienende ein erhebliches Risiko«, heißt es in dem Bericht, der voraussichtlich Ende November im Kabinett beraten wird. »Wird in diesem Einkommensbereich nicht zusätzlich für das Alter vorgesorgt, steigt das Risiko der Bedürftigkeit im Alter stark an.« Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) forderte eine Stärkung der gesetzlichen Rente. Die Lücken, die durch das sinkende Niveau in der gesetzlichen Rentenversicherung gerissen werden, könnten gerade Geringverdiener nicht über private Altersvorsorge ausgleichen, erklärte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach. Zunächst müsse das Niveau der gesetzlichen Rente stabilisiert werden. Das Arbeitsministerium rechnet damit, dass das Sicherungsniveau bei geltender Rechtslage von derzeit 47,8 Prozent bis zum Jahr 2045 auf 41,6 Prozent sinken wird, wenn der Gesetzgeber nicht gegensteuert. AFP/nd

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