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Ruf nach schärferen Sicherheitsstandards

  • Lesedauer: 1 Min.

Berlin. Nach dem Hacker-Angriff auf die Deutsche Telekom hat die Staatsanwaltschaft Köln am Dienstag ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen Datenveränderung und Computer-Sabotage eingeleitet. Mit den Ermittlungen beauftragte die Strafverfolgungsbehörde das Bundeskriminalamt, wie der Kölner Staatsanwalt Daniel Vollmert mitteilte.

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) vermied in einer ersten Stellungnahme eine klare Schuldzuweisung. »Ich möchte da jetzt nicht spekulieren«, sagte er am Dienstag auf die Frage, ob der Angriff aus Russland erfolgt sei. »Möglicherweise ist die Grenzziehung von kriminellen Aktivitäten aus einem bestimmten Staat und den staatlichen Aktivitäten auch nicht ganz klar zu ziehen«, fügte er hinzu.

Der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm, forderte schärfere Sicherheitsstandards. »Je vernetzter die Welt ist und je allgemeiner Massenprodukte wie Router weltweit baugleich im Netz eingesetzt werden, desto verwundbarer sind unsere Netz-Infrastrukturen«, sagte er der »Welt«. Er regte den verstärkten Einsatz von Sicherheits-Gütesiegeln an. Hersteller sollten zu regelmäßigen und zeitnahen Sicherheitsupdates verpflichtet werden, was Firmen bislang vernachlässigten. Agenturen/nd

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