Weniger Fleisch und Pestizide für Klimaschutz
Hamburg. Nur noch halb so viel Fleisch auf den Tellern und keine Pestizide mehr auf den Feldern - das muss laut Greenpeace geschehen, damit die Landwirtschaft ihre Klimaschutzpflichten erfüllt. Die Umweltorganisation legte am Wochenende das »Kursbuch Agrarwende 2050« vor. Greenpeace forderte Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) auf, den Rahmen dafür zu schaffen. Greenpeace-Agrarexperte Martin Hofstetter. Er nannte als größte Probleme die Überdüngung mit zu viel Nitrat und Phosphat, was Böden und Gewässer verschmutze, das Artensterben durch Pestizideinsatz sowie gesundheitsschädliche Ammoniak- und klimaschädliche Treibhausgase durch Großställe. Um die Probleme zu lösen, müssten nicht nur Fleischproduktion und -verzehr um 50 Prozent bis 2050 zurückgehen, sondern auch die Lebensmittelverschwendung halbiert werden. Das Forschungsinstitut für ökologische Landwirtschaft, das die Studie erstellte, geht davon aus, dass bis 2050 etwa 30 Prozent der Agrarflächen ökologisch bewirtschaftet werden. Die restlichen 70 Prozent könnten umweltverträglich konventionell beackert werden. AFP/nd
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