Bitte Danke sagen

Andreas Fritsche sagt den Ehrenamtlichen Danke

  • Andreas Fritsche
  • Lesedauer: 2 Min.

Der Urberliner gilt als ziemlicher Brummbär. Höchstes Lob für eine schmackhafte Mahlzeit ist für ihn beispielsweise die lapidare Bemerkung: »Kann man essen.« Der alteingesessene Brandenburger genießt einen ähnlichen Ruf. Wer nach verbalen Streicheleinheiten lechzt, sollte sich vielleicht einen anderen Platz zum Leben aussuchen.

Trotzdem gibt es in beiden Bundesländern sehr viele ausgesprochen warmherzige Zeitgenossen, die sich aufopferungsvoll um ihre Mitmenschen kümmern, seien diese Mitmenschen nun Flüchtlinge, Kinder und Jugendliche oder Senioren.

Berlin sagt am Sonntag: »Danke!« Staatssekretärin Sawsan Chebli wird um 9 Uhr am Tierparkeingang stehen und die ersten von 10 000 Freikarten vergeben. In den Genuss kommen Ehrenamtler und ihre Familien. »Tag und Nacht engagieren sich Menschen in unserer Stadt für ein lebendiges, demokratisches Miteinander, das einbezieht statt ausgrenzt«, lobt Chebli. Brandenburg hat bereits am Freitag »Danke« gesagt und drei Integrationspreise vergeben.

Man kann sich gar nicht oft genug bedanken bei den Menschen, die bereitwillig ihre Freizeit opfern und ehrenamtlich arbeiten, um die Welt ein bisschen besser und freundlicher zu machen. Diese Menschen wollen kein Geld dafür, und sie empfinden ihre Tätigkeit in aller Regel auch nicht als belastend. Es bereitet ihnen Freude. Trotzdem macht es ihnen auch Mühe, und darum ist ein Dankeschön, eine symbolische Anerkennung und eine kleine Vergünstigung angebracht.

Das »nd« bleibt. Dank Ihnen.

Die nd.Genossenschaft gehört unseren Leser*innen und Autor*innen. Mit der Genossenschaft garantieren wir die Unabhängigkeit unserer Redaktion und versuchen, allen unsere Texte zugänglich zu machen – auch wenn sie kein Geld haben, unsere Arbeit mitzufinanzieren.

Wir haben aus Überzeugung keine harte Paywall auf der Website. Das heißt aber auch, dass wir alle, die einen Beitrag leisten können, immer wieder darum bitten müssen, unseren Journalismus von links mitzufinanzieren. Das kostet Nerven, und zwar nicht nur unseren Leser*innen, auch unseren Autor*innen wird das ab und zu zu viel.

Dennoch: Nur zusammen können wir linke Standpunkte verteidigen!

Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Seien Sie ein Teil der solidarischen Finanzierung und unterstützen Sie das »nd« mit einem Beitrag Ihrer Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.